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Was ist der Euribor?
Der Euribor (Euro Interbank Offered Rate) ist der durchschnittliche Zinssatz, zu dem sich Banken der Eurozone gegenseitig kurzfristige Kredite in Euro gewähren. Er wird täglich vom Europäischen Geldmarktinstitut (EMMI) veröffentlicht und dient als wichtigste Referenzgröße für zinsvariable Finanzprodukte.
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Euribor & Ihre Hypothek
Bei variabel verzinslichen Darlehen wird der Zinssatz als Euribor (meist 12 Monate) zuzüglich eines festen Aufschlags Ihrer Bank berechnet. Steigt der Euribor, steigt Ihre monatliche Rate; sinkt er, verringert sich die Rate. Die Anpassung erfolgt üblicherweise jährlich oder halbjährlich.
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Die Vier Laufzeiten
Der Euribor wird aktuell für 4 Laufzeiten veröffentlicht: 1 Monat, 3 Monate, 6 Monate und 12 Monate. Der 12-Monats-Euribor ist die häufigste Referenzgröße für variable Hypotheken in Europa. Der 3-Monats-Euribor wird vor allem für Unternehmenskredite und Zinsderivate verwendet.
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Wann wird er veröffentlicht?
Der Euribor wird an jedem TARGET-Geschäftstag um ca. 11:00 Uhr MEZ vom Europäischen Geldmarktinstitut (EMMI) veröffentlicht. Die Berechnung basiert auf Meldungen eines Panels von etwa 18 repräsentativen europäischen Banken.
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Euribor in Deutschland
In Deutschland ist der variable Zinssatz bei Baufinanzierungen weniger verbreitet als in Südeuropa, gewinnt aber an Bedeutung. Der 3-Monats-Euribor ist wichtig für Unternehmensfinanzierungen und Kapitalmarktprodukte. Seit dem EZB-Zinsgipfel 2023–2024 normalisieren sich die Euribor-Sätze wieder.
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Euribor-Ausblick
Nach dem Erreichen von Höchstständen über 4% in 2023–2024 ist der Euribor mit den EZB-Zinssenkungen 2024 und 2025 deutlich gesunken. Anfang 2026 liegt der 12-Monats-Euribor bei etwa 2,5–2,8%. Die weitere Entwicklung hängt von der EZB-Geldpolitik und der Inflation im Euroraum ab.